Egal ob das Kind alleine von der Schule nach Hause läuft, die Partnerin eine lange Spätfahrt auf der Autobahn absolviert oder Freunde auf einem unübersichtlichen Festival zusammenfinden wollen: Die digitale Sichtbarkeit von Angehörigen sorgt bei vielen Menschen für ein beruhigendes Gefühl im Alltag. Dank moderner Smartphones ist der genaue Aufenthaltsort nur noch wenige Klicks entfernt. Wer die Echtzeit-Standortfreigabe richtig konfiguriert, schafft maximale Transparenz, ohne dabei die eigene Privatsphäre aufzugeben oder den Akku des Mobiltelefons unnötig zu belasten. Wir zeigen, wie die Einrichtung auf Android und iOS reibungslos gelingt.
Die Anwendung Google Maps bietet den großen Vorteil, dass sie systemübergreifend auf Android-Geräten sowie auf dem iPhone reibungslos funktioniert. Um den eigenen Aufenthaltspunkt kontinuierlich zu übermitteln, öffnet man einfach die App, tippt oben rechts auf das Profilbild und wählt den entsprechenden Menüpunkt aus. Hier lässt sich exakt festlegen, wie lange die Position sichtbar sein soll – von einer Stunde bis hin zur manuellen Deaktivierung.
Wer ausschließlich im Apple-Ökosystem unterwegs ist, findet in der nativen App „Wo ist?“ eine extrem tief im System verankerte Option. Über den Reiter „Personen“ kann der aktuelle Aufenthalt in Sekundenschnelle an Kontakte übermittelt werden. Ein besonderes Highlight für Familien ist hierbei die Erstellung von ortsbezogenen Mitteilungen: So erhalten Angehörige auf Wunsch eine automatische Benachrichtigung, sobald eine Person an einem festgelegten Ort wie dem Zuhause oder der Schule eintrifft.
Eine dauerhafte Standortübermittlung sollte stets auf gegenseitigem Vertrauen basieren und NIEMALS ohne das explizite Wissen der betroffenen Person eingerichtet werden.
Trotz des Sicherheitsgewinns wirft die kontinuierliche Ortung oft Fragen zum Datenschutz auf. Wichtig zu wissen: Weder Google noch Apple veröffentlichen diese Daten öffentlich. Die Positionsdaten werden verschlüsselt übertragen und sind ausschließlich für die von Ihnen ausgewählten Personen einsehbar. Zudem erinnern beide Systeme regelmäßig per Push-Nachricht oder E-Mail daran, dass die Echtzeit-Standortfreigabe aktiv ist. So wird verhindert, dass man die Freigabe an ehemalige Bekannte oder nach einem Urlaub vergisst.
Ein häufiges Vorurteil gegenüber dauerhaft aktiven Ortungsdiensten ist der hohe Stromverbrauch. Moderne Mobiltelefone nutzen jedoch einen cleveren Mix aus GPS, WLAN-Signalen und Mobilfunkzellen. Das System schaltet das energieintensive GPS-Modul meist nur dann ein, wenn sich das Gerät tatsächlich schnell bewegt. Wer zusätzlich Akku sparen möchte, wählt zeitlich begrenzte Fenster statt einer unbegrenzten Übermittlung.
Nutzen Sie die Positionsfreigabe bereits im Familienkreis oder haben Sie Bedenken bezüglich der Privatsphäre? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen gerne in die Kommentare!











